Liebe Leserinnen und Leser,

 

seit dem 1.8. bin ich, Emilie Witteborg, die neue Bundesfreiwillige im Klimaschutzmanagement des Bistums Trier. Ich bin 18 Jahre alt und habe im Juli 2018, mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife, das Gymnasium verlassen. Ich werde nun ein Jahr lang die Klimaschutzmanagerin Charlotte Kleinwächter unterstützen und versuchen meinen eigenen Beitrag für das Klimaschutzmanagement zu leisten. Einige Projekte sind schon geplant. Ich bin sehr gespannt, sie bald umsetzten zu dürfen.

Warum mache ich meinen Bundesfreiwilligendienst beim Klimaschutzmanagement?

Das Interesse am Umweltschutz und auch am Klimaschutz habe ich seit einigen Jahren. Durch meine Ernährungsumstellung (ich bin nun seit vier Jahren vegetarisch und seit drei Jahren vegan) wurden mir die Auswirkungen der konventionellen Ernährung auf die Umwelt und das Klima immer bewusster. Mit der Zeit lernte ich auch andere Einflüsse meines Lebensstils auf die Umgebung kennen.

Den wenigsten ist bewusst, dass ein gesunder und veganer Lebensstil nicht nur gut für sich selber, sondern auch gut für das Klima ist. Die weltweite Tierhaltung gehört mit rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung. Doch was genau verursacht hierbei die CO2–Emissionen? Es sind die Herstellung, Verarbeitung, sowie der Transport des Fleisches. Vor allem bei Rindern kommt noch das im Magen produzierte Methan hinzu, welches etwa 20-mal schlimmer als CO2 eingestuft wird und somit den Treibhauseffekt stark beeinflusst.

Ein weiterer echter Klimakiller ist die Butter. 1000 g Butter sind mit einer CO2-Bilanz von 24.000 g sogar noch schädlicher als Fleisch (15.000 g CO2/1000 g Fleisch) und entsprechen einer 200 km langen Autofahrt.

Besonders schonend für das Klima ist eine biologische, frische, saisonale und regionale Ernährung mit wenig oder idealerweise gar keinen tierischen Produkten.

Ich habe mich in den letzten Jahren dazu entschieden, viel an meinem Lebensstil zu verändern. Denn ich selbst will die Veränderung sein, die ich mir in der Welt wünsche. Mir ist bewusst, dass ein vegetarischer oder veganer Lebensstil nicht für jeden in Frage kommt. Aber ich denke, wir alle haben die Verantwortung, uns für unser Zuhause – die Erde – einzusetzen und sie zu schützen.

Sehen Sie das auch so? Wie gestalten Sie Ihren Lebensstil mit Blick auf die Bewahrung der Schöpfung? Ich würde mich freuen, mit Ihnen in Austausch darüber zu kommen. Schreiben Sie mir doch eine Mail (emilie.witteborg(at)bgv-trier.de) oder rufen mich an (0651-7105306).

Ich will mich jedenfalls weiter engagieren und auch hier im Bistum mithelfen, einen umweltverträglicheren Alltag zu schaffen.

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ - Dalai Lama

Emilie Witteborg

Bundesfreiwillige im Klimaschutzmanagement des Bistums Trier