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  • Info-Veranstaltung "Kirchengemeinden und Energiegenossenschaften – wie beide voneinander profitieren können." (19.10.18)

    19. Oktober 2018, 15:00 – 19:00 Uhr, 66292 Riegelsberg, Rathaus

    Kirchengemeinden und Energiegenossenschaften – eine Kooperation mit Zukunft?

     

    TRIER/MAINZ/LANDAU. Das Bistum Trier hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt, die nur zu erreichen sind, wenn der Ausbau regenerativer Energien im Bistum vorangetrieben wird. Dabei spielt auch Photovoltaik (PV) auf kirchlichen Gebäuden eine zentrale Rolle. Bislang gibt es nur wenig PV-Anlagen im Bistum Trier. Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier, sucht daher stetig neue Partner, die das Bistum beim Klimaschutz unterstützen können. Bei einer Veranstaltung im saarländischen Riegelsberg hat sich das Bistum Trier mit dem Landesnetzwerk der Bürgerenergiegenossenschaften (LaNEG) und dem Netzwerk Energiewende Jetzt zusammen getan. Können Kirchengemeinden und Energiegenossenschaften voneinander profitieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, bei der Mitglieder aus Kirchengemeinden und Vertreter der Bistumsverwaltung sowie zahlreiche Energiegenossenschaften in einen Dialog traten.

    „Die Klimaschutzziele des Bistums Trier, aber auch anderer katholischer Bistümer und evangelischer Landeskirchen seien nur dann glaubwürdig, wenn diese auch in konkrete Maßnahmen umgesetzt würden“, so Dietmar von Blittersdorff vom Netzwerk Energiewende Jetzt. Noch schlummern in und auf den kirchlichen Gebäuden enorme Potenziale zur Energieeinsparung und CO2-Minderung. Oft haben jedoch Kirchengemeinden weder die Zeit noch das Fachpersonal, um solche Energieprojekte selbst umzusetzen. Hier bietet sich die Partnerschaft mit einer Bürgerenergiegenossenschaft an, die wie Kirchengemeinden lokal und regional verankert ist. Bürgerenergiegenossenschaften bauen und betreiben PV-Anlagen, sind Wärmelieferanten, betreiben Elektromobilität und sind Vermarkter ihres Stroms. „Energiegenossenschaften haben das Knowhow und das Kapital, um Kirchengemeinden bei der Realisierung ihrer Klimaschutzprojekte zu unterstützen“, davon ist Dr. Verena Ruppert, Geschäftsführerin vom Landesnetzwerk der Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz überzeugt. Die 21 Mitglieder des Landesnetzwerks haben in den letzten Jahren mit einem Investitionsvolumen von knapp 50 Millionen EURO Erneuerbare-Energien-Anlagen in Rheinland-Pfalz gebaut.

    So wie Energiegenossenschaften strukturiert sind und wirtschaften, müssten sie den Kirchengemeinden eigentlich sympathisch sein, so von Blittersdorff in seinem Eingangsreferat. Denn sie stehen für Kooperation, gesellschaftliche Verantwortung, Demokratie und vor allem für gemeinschaftliche Selbsthilfe. Zudem schätzten auch immer mehr Kommunen die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften. Dies belegte eindrücklich die Präsentation von Karl-Werner Götzinger, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Köllertal eG. Die BEG Köllertal wurde 2015 von 15 engagierten Bürger/innen gegründet. „Wir müssen aktiv werden, wenn wir die Welt für unsere Kinder retten wollen“, war die Überzeugung der Gründungsmitglieder. Werte und konkretes Handeln der Genossenschaft scheint viele zu überzeugen. Heute hat die Genossenschaft bereits 246 Mitglieder. Sechs PV-Dachanlagen mit insgesamt 338 kWp meist auf kommunalen Dächern wurden gebaut und ca. 400 t CO2 vermieden.

    Energiegenossenschaften wenden in der Regel ein PV-Pachtmodell an. Für die Kirchengemeinde bedeutet dieses Modell, dass keine eigenen Investitionskosten erforderlich sind, die Energiekosten für die kommenden 20 Jahre gedeckelt und CO2-Einsparungen erreicht werden können. Energiegenossenschaften ermöglichen zudem die finanzielle Beteiligung von Gemeindemitgliedern, die somit das kirchliche Projekt mittragen und durch die Dividende finanziell profitieren. Noch wichtiger ist die Wirkung nach innen und außen, wenn eine Kirchengemeinde mit gutem Beispiel voran geht und Klimaschutz durch eine PV-Anlage sichtbar umsetzt.

    Was naheliegt, ist dennoch nicht so einfach umzusetzen. Denn das Genehmigungsverfahren des Bistums Trier für Maßnahmen der Kirchengemeinden ist umfassend. Johannes Minn, Leiter des für Genehmigungen zuständigen Leitungszentrums Kirchengemeinden erläuterte detailliert, welche Stufen des Genehmigungsverfahrens durchlaufen werden müssen, wenn eine Kirchengemeinde eine PV-Anlage bauen will.

    Die Bitte der Energiegenossenschaften in der anschließenden Diskussion war eindeutig. Um Projekte mit Kirchengemeinden des Bistums Trier erfolgreich umzusetzen, bedarf es Transparenz und eines Leitfadens für das Genehmigungsverfahren. Pilotprojekte wären hilfreich, damit Erfahrungen gesammelt und Vertrauen zwischen den Partnern aufgebaut werden können.

  • Thementag "Schöpfung bewahren, Klima schützen" im Kloster Himmerod (08.09.18)

    „Die Orientierung des kirchlichen Lebens am jeweiligen Lebens- und Sozialraum verpflichtet auch zur Verantwortung für die Schöpfung. Fragen der Ökologie sind auch soziale Fragen, weil sie das Leben der Menschen betreffen.“ (Heraus gerufen, 26)

    Als Christen bekennen wir uns zu Gott als dem Schöpfer der Welt. Er hat uns die Verantwortung gegeben, auf seine Schöpfung aufzupassen. Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika Laudate si´ den Klimawandel als eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit identifiziert.

    Der Thementag begann mit einer netten Begrüßungsgrunde und einer Tasse Kaffee. Charlotte Kleinwächter erzählte uns am Anfang vom Klimawandel und von den Klimaschutz­aktivitäten des Bistums Trier. Darauf folgte ein Vortrag der neuen Bundesfreiwilligen Emilie Witteborg. Sie stellte den ökologischen Fußabdruck vor und ließ die Teilnehmer, anhand eines Quiz, aktiv mitraten. Nach einem klimafreundlichen Mittagessen lernten wir von einem Energieberater Energiekonzepte, ganz konkret am Beispiel Kloster Himmerod, kennen. Nach den vielen Informationen folgte eine Wanderung auf dem Schöpfungspfad. Mehrere Stationen und Impulse von Barabara Schartz brachten uns die Natur näher und verdeutlichten uns die Notwendigkeit für die Bewahrung der Schöpfung.

  • Vortrag "Beheizen und Temperieren von Kirchen" (14.11.17 / 27.02.18)

    Am 14.11.2017 in Trier in Kooperation mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und am 27. Februar 2018 in Saabrückenim Rahmen der Landeskampagne Energieberatung Saar im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr. 

    Zu jeder Gemeinde gehört mindestens eine Kirche – und damit ein Sonderfall, der sich nicht mit anderen Gebäuden vergleichen lässt. Umso wichtiger ist es, die Kirchengebäude „mit Augenmaß“ zu beheizen und ihnen auch nur die Nutzung zuzumuten, die sie vertragen.

    Ziel der Veranstaltung: der Komplexität der Beheizung von Kirchen auf die Spur kommen!
    Welche Kirchenheizungen gibt es? Wie sind Klima- und Feuchteschäden zu vermeiden? Wodurch ist die größte Behaglichkeit für die Kirchenbesucher zu erreichen? Wie lassen sich Orgeln und Kunstwerke am besten schützen?

    Die beiden Veranstaltungen wurden jeweils von etwa 70 Interessierten besucht. Die Broschüre zum Vortrag können Sie hier bestellen.

    Den Vortrag können Sie per Mail anfordern.

    Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat einen Artikel zur Veranstaltung verfasst. Der SR hat sowohl im Fernsehen als auch im Radio über das Thema Beheizen von Kirchen berichtet.